Sportbusiness/11.09.2018

DFB verlängert langfristig mit Trikot-Ausrüster Adidas

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Adidas bleibt weiter der Ausrüster des Deutschen Fußball-Bunds. Der Sportartikelkonzern stärkt so seine Sponsoring-Philosophie. Der DFB erhält nach der schwachen Fußball-WM in Russland Planungssicherheit – und hofft so seine Ausgangsposition bei der Vergabe der EM 2024 verbessert zu haben.

Adidas CEO Kasper Rorsted und DFB-Präsident Reinhard Grindel verkünden die Verlängerung.
Adidas CEO Kasper Rorsted und DFB-Präsident Reinhard Grindel verkünden die Verlängerung.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Adidas haben sich auf eine vorzeitige Verlängerung ihrer langjährigen Partnerschaft verständigt. Am Tag nach dem Spiel der Nationalmannschaft gegen Peru in Sinsheim (2:1) gaben DFB-Präsident Reinhard Grindel und Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von Adidas, bekannt, dass der bis 2022 laufende Vertrag um weitere vier Jahre bis 2026 verlängert wird.

Zuvor hatte sich das Präsidium des DFB dafür ausgesprochen, weiter mit dem Ausrüster zusammenzuarbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass wir Adidas langfristig als verlässlichen Partner an unserer Seite haben. Die vorzeitige Verlängerung des Vertrages ist ein Vertrauensbeweis in die Stärke und die Attraktivität des DFB“, sagt DFB-Präsident Reinhard Grindel. In den vergangenen Jahren versuchte angeblich auch der große Adidas-Rivale Nike ins Rennen um das deutsche Nationaltrikot einzusteigen.

Seit mehr als 60 Jahren Adidas und DFB

Die Partnerschaft zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und Adidas besteht seit mehr als 60 Jahren. Gemeinsam wurden in der Zeit unter anderem vier Weltmeister-Titel und drei Europameisterschaften der Männer sowie zwei WM- und acht EM-Titel der Frauen gefeiert. Beim WM-Titel 1954 war Unternehmensgründer Adolf Dassler als Zeugwart dabei.

„Der DFB und Adidas gehören einfach zusammen.“

Inzwischen ist Kasper Rorsted der Vorstandsvorsitzende von Adidas. Er erklärt zum Vertragsabschluss: „Der DFB und Adidas gehören einfach zusammen. Der Zeitpunkt unterstreicht die einzigartige Sponsoring-Philosophie von Adidas: Wir stehen zu unseren langjährigen Partnern – und zwar gerade dann, wenn es wichtig ist.“ Beziehungsweise auch nach sportlichen Niederlagen – im Sommer schnitt Deutschland bei der WM in Russland mit dem Vorrunden-Aus historisch schwach ab.

Rorsted blickt allerdings vor allem nach vorne: „Gemeinsam mit dem DFB werden wir in den kommenden Jahren alles dafür tun, den Fußball in Deutschland auf jeder Ebene weiterzuentwickeln, vom Jugendbereich über die Landesverbände bis hin zu den Nationalmannschaften der Frauen und Herren.“

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis 2018 in Bildern

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis 2018 in Bildern
WM 1954: Den ersten WM-Titel schaffte die deutsche Nationalmannschaft noch im traditionellen Look: Fritz Walter (mit Pokal) führte sein Team in weißen Trikots, schwarzen Hosen und schwarzen Stutzen aufs Feld. Zum DFB-Team gehörte auch der Zeugwart Adolf Dassler, der Gründer von Adidas, der im Finale bei Regenwetter Schraubstollen an die Schuhe anbrachte.
WM 1970: In Mexiko brachen die deutschen Fußballer dann mit der Tradition. Die Mannschaft um Berti Vogts (r.) lief erstmals in grünen Trikots auf, das DFB-Logo im weißen Rahmen auf der Brust. Und die WM in Mexiko sollte auch eine neue Tradition begründen. Bis auf ein paar Ausnahmen seit der Jahrtausendwende spielen die Deutschen bis heute in grünen Auswärtsleibchen.
WM 1974: Ähnlich wie schon 1966 lief das DFB-Team in schlichten weißen Trikots mit V-Ausschnitt, schwarzem Kragen und schwarzen Ärmelenden auf. Im eigenen Land holten Gerd Müller (r.) und Co. in diesem Outfit den zweiten WM-Titel.
Deutschland 1986
WM 1994: Noch bunter wurde es 1994: Die deutschen Nationalfarben bedeckten diesmal in einem Rautenmuster fast die kompletten Schultern und die Brust. Und sogar die traditionell schwarze Hose bekam an einem Hosenbein ein Rautenmuster verpasst. Besonders lange konnte man sich beim Turnier in den USA allerdings nicht daran sattsehen: Im Viertelfinale war überraschend gegen Bulgarien Schluss.
WM 2010: Im Nadelstreifen-Look trat das DFB-Team beim Turnier in Südafrika an. Drei feine, senkrechte Streifen über den auf schwarzem Grund stehenden Bundesadler in Schwarz-Rot-Gold waren die einzigen farbigen Elemente des Trikots. Im Halbfinale waren die Spanier auf dem Weg zu ihrem ersten WM-Titel zu stark.
WM 2018: Ausrüster Adidas hat sich entschlossen, bei seinen WM-Trikots 2018 auf Retro-Look zu setzen. So erinnert das deutsche Trikot an eine Schwarz-Weiß-Version der Jerseys von der WM 1990.
Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis 2018 in Bildern
WM 1954: Den ersten WM-Titel schaffte die deutsche Nationalmannschaft noch im traditionellen Look: Fritz Walter (mit Pokal) führte sein Team in weißen Trikots, schwarzen Hosen und schwarzen Stutzen aufs Feld. Zum DFB-Team gehörte auch der Zeugwart Adolf Dassler, der Gründer von Adidas, der im Finale bei Regenwetter Schraubstollen an die Schuhe anbrachte.
WM 1970: In Mexiko brachen die deutschen Fußballer dann mit der Tradition. Die Mannschaft um Berti Vogts (r.) lief erstmals in grünen Trikots auf, das DFB-Logo im weißen Rahmen auf der Brust. Und die WM in Mexiko sollte auch eine neue Tradition begründen. Bis auf ein paar Ausnahmen seit der Jahrtausendwende spielen die Deutschen bis heute in grünen Auswärtsleibchen.
WM 1974: Ähnlich wie schon 1966 lief das DFB-Team in schlichten weißen Trikots mit V-Ausschnitt, schwarzem Kragen und schwarzen Ärmelenden auf. Im eigenen Land holten Gerd Müller (r.) und Co. in diesem Outfit den zweiten WM-Titel.
Deutschland 1986
WM 1994: Noch bunter wurde es 1994: Die deutschen Nationalfarben bedeckten diesmal in einem Rautenmuster fast die kompletten Schultern und die Brust. Und sogar die traditionell schwarze Hose bekam an einem Hosenbein ein Rautenmuster verpasst. Besonders lange konnte man sich beim Turnier in den USA allerdings nicht daran sattsehen: Im Viertelfinale war überraschend gegen Bulgarien Schluss.
WM 2010: Im Nadelstreifen-Look trat das DFB-Team beim Turnier in Südafrika an. Drei feine, senkrechte Streifen über den auf schwarzem Grund stehenden Bundesadler in Schwarz-Rot-Gold waren die einzigen farbigen Elemente des Trikots. Im Halbfinale waren die Spanier auf dem Weg zu ihrem ersten WM-Titel zu stark.
WM 2018: Ausrüster Adidas hat sich entschlossen, bei seinen WM-Trikots 2018 auf Retro-Look zu setzen. So erinnert das deutsche Trikot an eine Schwarz-Weiß-Version der Jerseys von der WM 1990.

DFB hat Planungssicherheit vor großen Vorhaben

Im Fokus stehe dann auch die „hoffentlich erfolgreiche Bewerbung als Gastgeber für die Europameisterschaft 2024“. Der DFB hat gleichzeitig Planungssicherheit vor dem großen Bauvorhaben, dem Bau seiner Nachwuchsakademie in Frankfurt.