„Pizzaaaa“, „Pizzaaaa“ – tönt es vom Anfängerhügel. Die Beinchen sind gegrätscht, bodennah rutschen die Kleinen über den Schnee – ohne Stöcke, ohne Angst vor dem Fallen oder vor Verletzungen.
Kindern lernen nicht nur leichter, sondern auch ganz anders Skifahren als Erwachsene – mit Spaß, mit viel Abwechslung und einigen Tricks.
Skikurs für Kinder – ja oder nein?
Können Eltern selber Skifahren, stellen viele ihren Nachwuchs schnellstens auf eigene Ski. Sie klemmen sich das „Baby“ vor sich zwischen die Beine und gehen gemeinsam auf die Piste. Das spart Geld, aber sicher keine Nerven.
Wer als Erwachsener im Familienurlaub gerade auch sportlich auf seine Kosten kommen will, bucht für die Kleinen besser einen Kurs.
Für die Jüngsten: Skikindergarten
Die Kleinsten können in Skikindergärten abgegeben werden, die es in fast allen Skigebieten gibt. Altersbeschränkungen gibt es nicht, stabiles Laufen ist die einzige Voraussetzung. Und natürlich muss sich das Kind ohne langes Weinen schon zeitweise von seinen Eltern trennen können.
In einem kleinen umzäunten Gebiet machen die 2- bis 4-Jährigen unter Anleitung eines einfühlsamen Skilehrers spielerisch die ersten Gehversuche auf ihren kurzen Brettern, während die Eltern die Pisten runter heizen oder einen Erwachsenenkurs besuchen.
Im Skikindergarten geht es zunächst einmal um verlässliche Betreuung, um die Gewöhnung an die Materie Schnee und ein Grundgefühl für das Skifahren.
Anfänger-Skikurse für Kinder
Für Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren bieten Skischulen erste „richtige“ Skikurse an: vor Ort im Winterurlaub oder daheim in bergigen Gegenden mit Abholung vom Kindergarten aus.
Ein Kurs geht meist über eine Woche. Zum Abschluss wird üblicherweise ein Rennen den Übungshang hinunter auf Zeit gefahren mit Siegerehrung für die Schnellsten.
Im Skikurs betreut ein Skilehrer höchstens sechs Kinder. Er unterrichtet kindgerecht mit viel Spaß, kleinen Hilfsmitteln wie Bändern und Kegeln, so dass die Kleinen die Anstrengung kaum merken.
Die Beinstellung beim Bremsen wird etwa mit einem Pizzastück erklärt, und ein „Zauberteppich“ bringt die Kinder den Übungshang wieder und wieder hinauf.
Skikurse im Vorschulalter
Bei Skikursen in Urlaubsorten werden die Kinder meist vormittags und nachmittags unterrichtet und treffen sich dazwischen mit ihren Eltern zum Mittagessen.
Im Kindergarten hingegen sind die Kinder den ganzen Tag unterwegs, sie werden früh vom Skibus abgeholt, ins Skigebiet gefahren und am späten Nachmittag zum Kindergarten zurückgebracht.
Während der Busfahrt wird von den Skilehrern mit Spielen und Kinderfilmen für gute Stimmung gesorgt. Angekommen im Skigebiet findet vormittags und nachmittags zwei Stunden Skiunterricht statt, dazwischen gibt es eine lange Erholungspause mit warmem Essen.
Frieren die Kinder, geht es zwischendurch zum Aufwärmen bei Tee oder Kakao zurück in den Bus. Dabei wird immer auch an den Gang zum WC erinnert…
Wechselkleidung muss für alle Fälle mitgeben werden. Zur Pflichtausstattung für Auswärtskurse gehören immer auch ein zweites Paar Skihandschuhe und ein zweites Paar Skisocken, sowie warme Schuhe für die Pause und die Fahrt.
Die Skiausrüstung ist in der Regel nicht im Kurs inbegriffen und muss zuvor gekauft oder bei der Skischule geliehen werden.
An Ausstattung für den Skikurs brauchen Kinder
⦁ Ski
⦁ Skistöcke
⦁ Skistiefel
⦁ Skihelm
⦁ Skibrille
⦁ eventuell Protektor
⦁ Skihandschuhe
⦁ Skisocken
⦁ Skihose, Skijacke
⦁ Skiunterwäsche mit langen Armen und Beinen
Skikurse für Schulkinder
In Mittelgebirgen oder in Alpennähe bieten etliche Skischulen in den Wintermonaten an den Wochenenden oder in den Ferien Skikurse für Kinder an. Die Anfahrt erfolgt individuell oder mit dem Skibus an festgelegten Sammelpunkten.
Unabhängig von der Anmeldung als Anfänger oder Fortgeschrittener beurteilen die Skilehrer am ersten Tag selbst das Skifahren der Kinder und stellen die Gruppen passend zusammen.
Oft gibt es zwischen drei und sechs Abstufungen, von der Stufe „noch nie Ski gefahren“ bis hin zum Top-Status „mit dem alpinen Gelände und schwarzen Pisten bereits vertraut“.
Die Skilehrer bleiben auch bei größeren Kindern und Jugendlichen die ganze Zeit auf dem Hang oder am Lift bei ihren Schützlingen. Der Bedarf an Fachkräften in der Wintersaison ist daher hoch, viele Anbieter sind schon im September auf der Suche.
Skisport und Spaßfaktor werden dem Alter und Können entsprechend kombiniert, für Abwechslung sorgen etwa Slalomfahrten oder Buckelpisten mit kleinen und größeren Sprungschanzen.
Die Preise für den Kurs an einer Skischule mit vier Terminen liegen etwa in Bayern inklusive Busfahrten bei circa 200 Euro, die Gebühren für die Lifte kommen noch hinzu.
Snowboardkurse kosten ähnlich und werden von Skischulen für Kinder im Alter ab etwa 10 Jahren angeboten.
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